Mittwoch, 4. März 2009

Langsam angekommen... und immer noch viel zu sehen!


Mehr Fotos!

Mein Füße bringen mich um... Soviel mal dazu. Und ich dachte eigentlich immer, meine Asics-Sneaker seien bequem. In den schwarzen Nike lässt es sich aushalten, dafür schwitzt man darin mehr – richtig angenehm ist es nur in den Flip-Flops; die hab ich aber eigentlich nur im Hostel an.

In der Schule haben wir uns mittlerweile reingefunden. Ich komme im Advanced-Kurs erstaunlich gut mit. So Sachen wie Grammar und Basic machen wir eigentlich auch kaum. Die meiste Zeit wird diskutiert. Gestern Nachmittag hatte ich Elective Class, also einen wahlpflicht-Kurs. Im Gegensatz zu den Pflichtveranstaltungen am Vormittag, wo ich eine hervorragende Lehrerin (aus Südafrika) habe, war der leicht rosa angehauchte Matthew am Nachmittag todlangweilig! Der freut sich bestimmt schon auf die riesige Gay-Mardi-Gras-Parade am Wochenende.

Jeden Vormittag von 8.30 bis 11.45 ist Unterricht. Montags und Mittwochs noch bis 15.45. Die anderen Nachmittage sollte man 7 Stunden im Study-Center verbringen. Allerdings war ein heißer Tipp eines Mitstudenten "nobody has an eye on it. Instead of being in the study-center you should go out and talk to people". Heißt im Klartext: Ich setz' mich wohl eher nicht nachmittags noch freiwillig da hin :-)

Dienstag bin ich nach der Schule mit Alex und Markus kilometerweit durch die Stadt gelaufen (siehe Fotos), bevor wir einen Welcome-Abend im White Horse. Später am Abend trieb es mich mit Mario noch ins Gaff. Später am Abend deshalb, weil wir vor Erschöpfung vorher schon einmal zwei Stunden eingeschlafen waren. In der Nacht hab ich wieder nen typischen Kopi gebracht: Um vier bin ich in mein Hostel-Zimmer, hab den schlafenden Eike mit den Worten "I´ll just go checking my e-mails" geweckt und bin runter in den Flur des Hostels (nur da hab ich WiFi). Zum Checken bin ich nicht mehr gekommen. Sobald ich den Mac aufgeklappt hatte, bin ich im Sitzen eingeschlafen, das eingeschaltete Notebook auf den Knien. Dort hat Eike mich um halb 7 dann auch aufgefunden... Dementsprechend hart war der gestrige Tag.

Am Abend haben wir in aller Ruhe auf dem Balkon gesessen. Um 22.00 bin ich ins Bett um in einer Nacht soviel zu schlafen wie in der ganzen Zeit, in der ich bisher hier bin...

Gleich geht's das Opera House besichtigen und morgen nach der Schule eventuell nach Bondi Beach...

Montag, 2. März 2009

"Finally we made it down the yellow big road to Sydney, Australia"


Es gibt die ersten Fotos!

Sydney... ernsthaft. Wie cool. Und es hat alles super geklappt. Der Flug von Korea nach Down Under war angenehm. Am Ende roch es allerdings etwas nach "unfrischen" Menschen. Vom Flughafen mit dem Zug zur Central, von da zu Fuß in die Cleveland Street zu unserem Hostel. Die so dringend herbeigesehnte Dusche ließ allerdings noch auf sich warten – unsere Zimmer waren noch nicht fertig, weshalb wir gezwungen waren, klebrig wie der Flug uns schuf, noch ein wenig spazieren zu gehen. Da haben wir vor der Tür des Hostels (in dem zu unserer Überrasschung überwiegend Deutsche wohnen) auch gleich Mario aufgegabelt. Mittlerweile ist die Gruppe um Robin und Markus auf fünf angewachsen.

Nach Subway und dem ersten Bier auf dem fünften Kontinent (in der Mac Lounge) durften wir endlich duschen (ohne warmes Wasser) und unser Zimmer beziehen. Als ich dritten toten Punkt des Tages überwunden hatte, sind wir tatsächlich noch in die Stadt und haben uns mit nem Schulkollegen von Mario am Circular Quay getroffen. Der war mit seiner Freundin schon drei Tage da und konnte uns ein bisschen rumführen. Harbour Bridge, Opera House, Royal Botanic Garden, Fußweh und King's Cross.

Zurück im Hostel saßen wir bei Barbeque auf der Terrasse, lernten unsere zwei anderen Mitstreiter kennen und beschlossen den Abend (nach dem sechsten toten Punkt des Tages) in diversen Bars in King's Cross (tapfer... immerhin 3 km Fußmarsch nochmal hin und nachts wieder zurück).

Wie gerne wäre ich heute morgen liegen geblieben... schließlich sind nach 60 Stunden ohne Bett drei Stunden Schlaf nicht wirklich viel. Sei's drum, schließlich war heut Einführungstag in der Sprachschule (inkl. Einstufungstest). Bei dem habe ich mich wohl zu meiner Überraschung ganz gut angestellt, sodass ich in das höchste der sechs verschiedenen Kurs-Niveaus eingestuft wurde. Sollte das hier tatsächlich noch in Arbeit und Lerneffekt ausarten? Panik macht sich breit... :-)

Heute Abend ist zum Chill-Abend erklärt. Ist auch nötig. Aber es folgt ein volles Programm. Die Schule organisiert nette Ausflüge und Freizeitaktivitäten – die 35 Wochenstunden Unterricht nicht zu vergessen.

Nach dem Ereignisprotokoll ein paar Eckdaten:

Wetter: Morgens bewölkt aber warm, ab zehn Sonne (brutal) und ab Nachmittag immer mal wieder Wolken.

Stadt: GEIL! Super viele Parks, tolle Luft und gut gelaunte Leute.

Hostel: Zimmer brutal warm, Duschen zu wenige auf den Fluren für zuviele Zimmer. Hin und wieder sieht man mal solche Tierchen. Aber wer wird denn zimperlich werden...

Bis die Tage...

Samstag, 28. Februar 2009

Lost in Translation


Nach Sydney ist es ganz schön weit... Und diese bahnbrechende Erkenntnis kommt mir, nachdem erst die Hälfte der Strecke bewältigt ist. Was ist bis dahin passiert:

Von Oldenburg war es doch kein Smart, sondern ein neuer Renault Clio, mit dem wir nach Frankfurt gefahren sind – zum gleichen Preis. Das war auf der einen Seite sehr angenehm, auf der anderen ungleich kostenintensiver (doppelter Spritverbrauch). Egal, man gönnt sich ja sonst nichts. Und da uns der Wagen so gut gefallen hat, haben wir auch mal spontan die Abgabe am Frankfurter Flughafen nicht gefunden. Doch gut, dass wir so früh losgefahren sind.

Nach gefühlten 15 Sicherheitschecks fühlten wir uns an unserem Abfluggate... naja... fremd. Der Mitarbeiter, der die Boardingkarten kontrollierte, brachte es ganz treffend auf den Punkt:
Oh, endlich mal wieder einen deutschen und österreichischen Namen, den man auch aussprechen kann. Ich habe hier 'ne Liste von Leuten, die ich rausfischen muss und jeder zweite heißt hier Chang oder Choi.
Die Befürchtungen wegen unserer Airline waren zum Glück unbegründet. Eigentlich kam es mir so vor, als wäre ich zehn Stunden nur am Essen und Trinken gewesen. Die 40 Videokanäle im Bordprogramm taten ihr Übriges.

Nun sitzen wir also in Korea, genauer gesagt Südkorea; auf dem Seoul Incheon Airport – seit nunmehr sechs Stunden. Das Wetter sah wirklich gut aus, als wir gegen Mittag Ortszeit (+8 Std.) hier gelandet sind. Wie warm es hier jetzt aber eigentlich war, kann ich nicht beurteilen. Raus durften wir nicht – und eine Aussichtsplattform (sogar Bremen hat eine...) sucht man vergeblich. Dafür gab es jede Menge bunte Lichter und Flachbildschirme mit viel Werbung und dem koreanischen Äquivalent zu Viva (inklusive dem Pendant zu Gülcan – nur noch aufgedrehter und in HD).

Na wenigstens kann man sich hier mit freiem WLAN die Zeit vertreiben und sich selbst dafür beweihräuchern, dass man aus Korea über's Netz mit einer Wittmunder Nummer in Deutschland kostenlos anrufen kann... Es sind die kleinen Dinge, die einen in der Langeweile und Müdigkeit zwischen den Staaten erfreuen. Dazu gehört auch, dass zwei große Starbucks-Kaffee hier nur 9000 Won kosten (weniger als 5 Euro!) :-)

Also, in 90 Minuten geht's weiter nach Sydney!

PS: So ganz frei ist das WLAN hier doch nicht... als Eike aus Langeweile 3,5 GB World-Of-Warcraft-Client runterladen wollte, haben sie ihm die Bandbreite gekappt. *g*

Montag, 23. Februar 2009

Ready For TakeOff?


Bislang habe ich nie verstanden, wozu es Blogs gibt. Warum müssen Menschen Dinge mitteilen, die keiner wissen will? Der Clou ist: Viele Leute wollen Dinge von Leuten wissen, die eigentlich keiner wissen wollen sollte... Sei´s drum. Für mich ist die Entdeckung dieses Mediums eine ganz pragmatische – rede ich mir zumindest ein. Schließlich geht es neben Selbstdarstellung um den Trip Down Under. Und neben den ganzen Dingen, die von mir keiner wissen wollen sollte, gibt es immerhin hoffentlich noch Informationen über Australien (und natürlich jede Menge Fotos).

Für die, die es noch nicht wissen: Vom 27. 02. 2009 bis zum 12. 04. 2009 bin ich (Daniel) zusammen mit einem Kommilitonen (Eike) auf dem fünften Kontinent. Zuerst vier Wochen in Sydney auf einer Sprachschule und danach zwei Wochen ... irgendwo. Mal schauen.

Was gibt es also zu diesem Reisetagebuch zu sagen? Kommentare sind willkommen. Fragen erwünscht. Leser erhofft. Naja, zumindest Mama wird sich das ja antun (verdammt, ich brauch noch einen passwortgeschützten Bereich für die Bilder, die Eltern nicht sehen dürfen). Zeiten sind in der Zeitzone von Sydney (GMT+10:00) und unter Links findet sich der Verweis auf alle Online-Galerien.

Also, Flüge sind gebucht (sollte man sich sorgen machen, wenn noch nicht einmal die Dame im Reisebüro jemals etwas von Asiana Airlines gehört hat?), Visa genehmigt, Mietwagen nach Frankfurt organisiert, Sachen natürlich noch nicht gepackt :-)

Freitag geht´s also tatsächlich los...!